
Kronen Zeitung
GAK BEFLÜGELT
Eine Essenseinladung des Trainers als „Doping“
Nach dem 2:0-Maßauftakt gegen den WAC will der GAK im Abstiegskampf am Samstag (17) bei WSG Tirol sofort nachlegen und die nächsten Punkte für den ehebaldigen Klassenerhalt einfahren. Schlussmann Franz Stolz, der mit einem „Monster-Save“ den jüngsten Sieg gerettet hatte, will sich die avisierte Essenseinladung durch Coach Feldhofer richtig verdienen.
Als Tormann macht es einen sehr glücklich, wenn man zu null spielt und wenn man in einer wichtigen Phase des Spiels das Ergebnis hält“, sagt der 25-jährige Winterzugang des FC Genua, „aber weit wichtiger war der Sieg!“ Zwinkernder Nachsatz: „Wegen des angekündigten Essens für die Hintermannschaft fürs Erste zu null gegen den WAC muss ich mit dem Trainer noch reden.“ Ein zweites „Shutout“ in Tirol brächte Ferdl Feldhofer richtig in Zugzwang.
Der in Bruck wohnhafte Oberaicher ist happy über die immer besser werdende Stabilität: „Wir lassen mittlerweile sehr wenig zu, und wenn einmal was durchkommt, muss halt ich meinen Job erledigen.“ Große Hoffnung fürs Tirol-Match: „Wir wollen jetzt den Sieg bestätigen, was uns in Vergangenheit nicht so gut geglückt ist. Diesmal aber werden wir bereit sein! Denn wir wollen so schnell wie möglich hinten rauskommen.“
In Genua hat er noch ein Jahr Vertrag, Kontakt gibt’s aber keinen: „Den wird’s erst im Transferfenster geben. Wir werden sehen, was die mit mir vorhaben. Mein Fokus liegt aber derzeit nur auf Graz – hier will ich meine Ziele erreichen.“ Parallelen zu Vorgänger Florian Wiegele (der leihweise beim GAK groß aufgezeigt hatte und mittlerweile im Nationalteam steht) sind nicht zu leugnen: „Auch ich bin nach Graz gekommen, um möglichst viele Spielminuten zu bekommen. Und wenn man beim GAK seine Leistung bringt, sehen das die Leute auch.“
Mit der Zukunft will sich Stolz aber derzeit nicht beschäftigen – trotz Pendelei genießt er momentan die Zeit daheim in Bruck mit Freundin und Hund: „Das hab ich im Ausland lange nicht gehabt, darum schätze ich das umso mehr.“
Von seinen Stationen in Genua und bei Rapid Bukarest hat er einiges für sein Leben mitgenommen: „Ich hab im Ausland schöne, aber auch negative Zeiten gehabt. So etwas formt einen Menschen. Ich bin froh, dass ich das gemacht habe. Aber momentan bin ich glücklich, dass ich da bin.“
Warum sein neuer Klub mit dem Abstieg nichts zu tun haben wird? „Weil wir der GAK sind, und der gehört in die Bundesliga! Und weil wir uns richtig gut entwickeln. Wir sind eine Gruppe von Gewinnertypen, unsere Kurve zeigt klar nach oben und wir werden immer besser.“
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